Fisch und Ihre Gesundheit

Wussten Sie, dass Fisch gegen Herzerkrankungen vorbeugt? Herzerkrankungen sind eine der häufigsten Todesursachen, aber wer regelmässig Fisch ist, erkrankt sehr viel weniger daran als solche, die nie Fisch essen. Und das ist einer der Gründe, warum Experten dazu raten, mindestens zweimal in der Woche Fisch zu essen. Fisch hat sehr viele Eigenschaften für uns – es ist reich an Eiweiss, notwendig für Wachstum und Heilung, und ist ausserdem eine reiche Quelle an Mineralien wie Zink, Selen und Jod. Fisch enthält viel Vitamin A, B und D sowie der essentiellen Omega-3 Fettsäuren.

Wie kann Fisch uns also helfen, gesund zu bleiben?

  • Die Omega-3-Fettsäuren gehören wie die Omega-6-Fettsäuren zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
  • Diese beiden Fettsäuren haben sehr unterschiedliche Eigenschaften und Wirkungen auf unseren Körper. Insbesondere die Omega-3-Fettsäuren haben viele positive Wirkungen, die wir uns in der Prävention, aber auch der Behandlung von verschiedenen Erkrankungen zu Nutze machen können.
  • Die Hauptquelle der Omega-3-Fettsäuren sind Kaltwasserfische wie Lachs, Makrele, Hering und Thunfisch. Die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren ist in unseren Breitengeraden jedoch häufig zu gering. Schon zwei Fischmahlzeiten pro Woche können einen guten Beitrag für eine ausreichende Versorgung leisten.

Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass Bevölkerungsgruppen wie die Grönlandeskimos, in denen große Mengen an Fisch Bestandteil der ursprünglichen Essgewohnheiten sind, seltener an Herzkrankheiten, Asthma, Psoriasis (Schuppenflechte) und bestimmten Krebsarten erkrankten. In den 70er-Jahren untersuchte man die Ursache für die Seltenheit dieser Erkrankungen und kam den langkettigen und hochungesättigten Omega-3-Fettsäuren, die überwiegend in fetten Fischsorten vorkommen, auf die Spur.

Welche Auswirkungen haben die ungesättigten Omega-3 Fettsäuren auf unseren Körper?

Omega-3-Fettsäuren haben zahlreiche Effekte, die sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken:

  • Sie wirken gefäßerweiternd
  • sie verbessern die Fließeigenschaften des Blutes
  • sie halten die Arterien elastisch
  • sie senken die Triglyzeride im Blut und
  • sie wirken gerinnungshemmend

Sie beugen so arteriosklerotischen Veränderungen der Gefäße vor. Bei Personen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, kann eine fischreiche Ernährung und der Verzehr von Fischölen die Überlebenschancen deutlich verbessern und das Risiko eines zweiten Infarkts vermindern. Dies konnte in der bisher umfangreichsten Herzinfarktpräventionsstudie (GISSI-Präventionsstudie) an über 11.000 Patienten belegt werden.

Entzündliche Erkrankungen
Die entzündungshemmende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren kann die Heilung bei entzündlichen Erkrankungen unterstützen. So z. B. bei:

  • Rheuma
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechten (Psoriasis)
  • Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcersosa)

Am besten untersucht ist die entzündungshemmende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren auf die entzündlichen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Es ist bewiesen, dass eine entsprechende Ernährungsumstellung die Beschwerden mindern und die Medikamenteneinnahme reduzieren kann.

Wichtig ist dabei nicht nur eine Erhöhung der Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren. Gleichzeitig sollte die Aufnahme der Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure, die vorwiegend in tierischen Produkten wie Fleisch und Wurst vorkommt, reduziert werden. So wird zusätzlich die Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe (Eicosanoide) vermindert.

Gehirnentwicklung und Nerven
Omega-3-Fettsäuren fördern die Hirnleistung, da sie die allgemeine Durchblutung steigern und so die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessern. Den Omega-3-Fettsäuren wird deshalb eine wichtige Funktion im Zentralnervensystem zugesprochen. Eine ausreichende Versorgung schon während der Schwangerschaft kann neben dem Sehvermögen und den Abwehrkräften auch die Gehirnentwicklung und die Intelligenz des Kindes fördern.

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